Haus Brunnen Latrine

Samstag, 14.04.2007 - Winterthur, Zürich

Über den Vicus Vitudurum werde ich an anderer Stelle eingehender berichten.

Am Kastellweg wird zurzeit eine Rettungsgrabung durchgeführt. Es handelt sich um ein in nachrömischer Zeit unbebautes Gelände, welche jedoch innerhalb des römischen Vicus lag. 

Überraschenderweise kamen jedoch hier nicht die üblichen Holzbauten, sondern die Grundmauern eines steinernen Gebäudes zum Vorschein. Dies war schon 1995 auf der Nachbarparzelle so. 

Das neu entdeckte Gebäude war ca. 16 Meter lang und 10 Meter breit. Es wurde im frühen 2. Jahrhundert erbaut. Es wurde mehrmals umgebaut und im 3. Jahrhundert vermutlich verlassen. Die Funktion ist noch nicht bekannt. 

Zusätzlich wurde ein Brunnen mit einem Aussendurchmesser von 1.6 Metern und 3.2 Metern Tiefe gefunden. Der Tiefste dieser Art, welcher bisher in Oberwinterthur gefunden wurde. 

Im Brunnen wurden ein Tierskelett, Knochen- und Holzreste gefunden. In einer Latrine kamen weitere organische Abfälle zum Vorschein. Weitere Funde sind unter anderem Trinkgefässe aus Keramik, Münzen, ein Glöckchen aus Bronze, Schmuck und Ziegel.  

Bisher ging man davon aus, dass die Siedlungs- und Bautätigkeit vor allem im 1. und frühen 2. Jahrhundert erfolgte. Jetzt muss davon ausgegangen werden, dass auch im 3. Jahrhundert gebaut wurde. 

Die Ausgrabung war am 14. und 15. April 2007 zu besichtigen.

Kurzbeschreibung:

Was ja/nein Bemerkung
Im Gelände Sichtbar Ja  
Informationstafel Ja  
- mit Detailinformationen Ja  
- mit Skizze(n) Ja  
Beschilderung Ja  
Schutzbau Ja Zelt
Immer zugänglich Ja  
Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung Ja Rettungsgrabung
Weiteres    

[Seitenanfang]