Brücke Amphitheater Elefantengrab Grab der Sevilla

Carmo (Carmona)

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Erste menschliche Spuren in der Gegend von Carmona sind mehr als eine halbe Million Jahre alt. Damals schlugen hier Sammler und Jäger ihre Zelte an verschiedenen Stellen des Flussufers auf.

In der Kupferzeit, bzw. Kupferverwendendes Neolithikum (Ende Neolithikum bis 3. Jahrtausend v. Chr.), wurde das Hochplateau von Carmona erstmals besiedelt. Ab dem Jahr 1800 v. Chr. wurde die Bevölkerung endgültig sesshaft.

Zur Zeit der tartessischen Kultur (ab 1000 v. Chr.) erlebte das Gebiet eine Blütezeit. Es gab interkulturellen Austausch zwischen den Einheimischen und den Kolonisatoren, vor allem den Phöniziern. Zwischen dem 10. und 9. Jahrhundert waren die Hütten rund, aus Lehm auf einem Sockel aus Stein. Ab dem 8. Jahrhundert wird ein fester Bevölkerungskern im Norden der heutigen Stadt im heutigen Stadtteil San Bas vermutet. Später wurde das bewohnte Gebiet gegen Süden erweitert.

Aufgrund von Befestigungsbauten der Karthager wird angenommen, dass hier ein wichtiger Stützpunkt war. Die Römer verlegten den Stadtkern weiter gegen Süden, ungefähr in die Mitte des Hochplateaus. Das Stadtgebiet wurde weiter nach Süden und Osten erweitert. Die Stadt hatte zu dieser Zeit ein eigenes Münzrecht.

Nach dem 3. Jahrhundert erlebte die Stadt eine Krisenzeit. Die Informationslage über die spätrömische Zeit ist jedoch spärlich.

Von den Westgoten ist nur ein Säulenschaft mit der Inschrift eines Kalendarium bekannt. Er wurde für die Herstellung einer Moschee wieder verwendet.

Heute sind noch wenige Reste aus der römischen Zeit vorhanden. Am bekanntesten ist sicher die Nekropole mit Gräbern aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. Die Gräber waren vor allem unterirdische Grabkammern. Hervorstechen tun jedoch das so genannte Elefantengrab und das Grab der Sevilla.

Vor der Nekropole befindet sich das Amphitheater, welches nur von aussen einsehbar ist. Auf dem Stadttor Puerta de Sevilla ist zudem der Rest eines römischen Tempelaufbaus sichtbar. Im Nordosten der Stadt ist eine römische Brücke erhalten.

Die Nekropole hatte im Jahr 2004 folgende Öffnungszeiten:

  • 15. Juni bis 15. September
    Dienstag bis Freitag: 8.30 bis 14.00 Uhr
    Samstag: 10.00 bis 14.00 Uhr
    Montag, Sonntag und Feiertage: geschlossen
  • 16. September bis 14. Juni
    Dienstag bis Freitag: 9.00 bis 17.00 Uhr
    amstag und Sonntag: 14.00 bis 14.00 Uhr
    Montag und Feiertage: geschlossen

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