Kiesschichten Fundgegenstände

Samstag, 13.11.2004 - Tenedo (Zurzach), Aargau

Um das Jahr 15 v. Chr. wurde von Römern der Rhein überschritten. In dieser Folge wurde in Dangstetten ein Kastell eingerichtet.

Zu dessen Sicherung entstand in Zurzach ein Kastell. Später wurde es etwas westlich neu erbaut. In der Mitte des 1. Jahrhunderts entstand wieder ein neues und grösseres Kastell.

Im Rahmen einer Notgrabung wurde im Vicusgebiet westlich dieser Kastelle eine grössere Fläche freigelegt. Da die Bauten mehrheitlich aus Holz, bzw. Fachwerk waren, sind keine Mauerreste zu sehen. Sichtbar sind Kiesschichten von zwei Vicusphasen. Diese stammen von Wegen zwischen den Häusern. Die untere Schicht ist aus der augusteischen Zeit (27 v. Chr. - 14 n. Chr.), die obere aus der tiberisch-claudischen Zeit (14 - 54 n. Chr.). In tieferen Schichten wurden auch Spuren von Bauten, welche um das Jahr 1'000 v. Chr. datiert werden, gefunden.

Die römischen Funde, insbesondere zwischen den beiden Kiesschichten, sind zahlreich. Es handelt sich um Amphorenteile, Tonlampen, medizinische Geräte, Schlüssel, eine Merkurstatuette, Scherben (auch Terra Sigilata) und anderes. Diese Gegenstände werden als Abfälle gedeutet. Vermutlich hatte der Vicus zu dieser Zeit nur eine anderweitige Fläche in Anspruch genommen.

Zum Verlauf der weiteren Besiedelung verweise ich auf einen früheren Bericht.

Ein kleiner Teil des Viucs war im Rahmen einer Notgrabung zu besichtigen. Die Kastelle aus dieser Frühphase befand sich an der Stelle, wo sich heute das "Schlössli" befindet.

Kurzbeschreibung:

Was ja/nein Bemerkung
Im Gelände Sichtbar Nein  
Informationstafel Nein  
- mit Detailinformationen -  
- mit Skizze(n) -  
Beschilderung Nein  
Schutzbau Nein  
Immer zugänglich Nein  
Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung Ja Bei der Notgrabung waren auch Informationen angebracht
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