Standort des Tempelbezirkes?

Samstag, 17.07.2004 - Thun, Bern

In römischer Zeit stand im heutigen Thun-Allmendigen ein römischer Tempelbezirk. Ich verweise auch auf den Bericht vom 15.09.2001. Nachstehend führe ich nur noch Ergänzungen auf, welche mir aufgrund neuerer Unterlagen vorliegen.

Zu römischer Zeit sah die Landschaft um die Tempelanlage anders aus. Die drei Flüsse Kander, Aare und Zulg flossen nördlich vom heutigen Thun zusammen. Das Delta der Kander begann 30 Meter nördlich des Tempelbezirkes. Bei Hochwasser entstand beim Zusammenfluss der Kander, Aare und Zulg ein See. Das Heiligtum selber war jedoch vom Hochwasser geschützt. Erst in nachrömischer Zeit geriet es in die Überschwemmungszone.

Der Tempelbezirk war zweigeteilt. Im Süden (Sakraler Bezirk) befanden sich die Tempel (5 kleinere und 2 grössere), mindestens 2 Wasserbecken und ein Altar. Im Norden die Wirtschaftsgebäude und Unterkünfte.

Aufgrund von Inschriften und Statuenfragmenten ist davon auszugehen, dass hier mindestens folgende Gottheiten verehrt wurden: Iupiter, Merkur, Neptun, Alpengötter, Diana, Minerva, eine Muttergottheit und eine nicht identifizierbare Göttin. Als Votivgaben wurden Tonfiguren, Goldbleche in Palmenform, verkleinerte Abbilder (Äxte, Becher, Glöckchen), Parfümfläschchen, Münzen, Geschirr, Fibeln und Schmuck geopfert.

Der profane Bezirk im Norden wies mindestens 4 Fachwerkbauten auf. Neben dem Personal wurden hier vielleicht auch Reisende untergebracht.

Kurzbeschreibung:

Was ja/nein Bemerkung
Im Gelände Sichtbar Nein  
Informationstafel Nein  
- mit Detailinformationen -  
- mit Skizze(n) -  
Beschilderung Nein  
Schutzbau -  
Immer zugänglich Ja  
Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung Nein  
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