Basilika Theater Domus

Samstag, 03.07.2004 - Lousonna (Lausanne)

Bei den vorgeschichtlichen Spuren im heutigen Lausanne Vidy handelt es sich in erster Linie um Grabstätten. Ebenfalls ein Heiligtum aus Megalithen stammt aus dieser Zeit.

In den Jahren 40 - 20 v. Chr. wurden hier einige Häuser erstellt. Eventuell wurde der Stadthügel zuvor kurzzeitlich als Oppidum benutzt.

Durch die Festigung der römischen Autorität ab dem Jahr 15 v. Chr. wurde dieser Ort zu einem römischen Vicus. Aufgrund seiner guten Lage (Wasserstrasse Rhone - Genfersee, Landstrasse nach Aventicum - Vindonissa - Augusta Raurica, Landstrasse nach Ariolica - Vesontium) entwickelte sich der Vicus zu einem der grössten auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Bekannt sind die Ortsnamen Leusonna und Lousonna, wobei der erste vermutlich der ältere ist.

Der Vicus erstreckte sich auf eine Länge von ungefähr einem Kilometer entlang von 3 Strassen, welche von Westen nach Osten verliefen. Diese waren durch Querstrassen verbunden. Obschon das Dorf nicht generell nach dem Insulae (Quartiere) System geplant war, lässt sich dies in einigen Teilen doch erkennen.

Aufgrund der Bedeutung des Ortes wurden verschiedene öffentliche Bauten erstellt: Eine Basilika mit Forum und einem Tempel (allerdings ein gallo-römischer Umgangstempel), ein Theater und Thermen. Es bestanden diverse Lagergebäude im Hafengebiet. Dazu gehörte auch ein Heiligtum. Neben den üblichen Wohnbauten gab es auch Wohn- und Gewerbebauten. Am Nordhang des Dorfes befand sich vermutlich ein Gutshof.

Aufgrund der Einfälle der Germanen ab der Mitte des 3. Jahrhunderts, wurde der Vicus allmählich verlassen. Allerdings lässt sich eine teilweise Besiedelung bis in das 4. Jahrhundert nachweisen. Jedoch verlagerte sich diese vermutlich immer mehr auf den Stadthügel.

Heute sind noch einige Überreste vom römischen Lousonna zu sehen: Archäologischer Park (Forum, Tempel, Basilika, Hafen, Lagergebäude), Mosaik, Römisches Museum mit integriertem konserviertem Domus (Wandmalereien) und ein Megalith des vorgeschichtlichen Heiligtums. Vom Theater ist offensichtlich nichts mehr erhalten.

Kurzbeschreibung:

Was ja/nein Bemerkung
Im Gelände Sichtbar Ja - Archäologischer Park
- Mosaik
- Domus (Museum)
Informationstafel Ja  
- mit Detailinformationen Ja  
- mit Skizze(n) Ja  
Beschilderung Ja  
Schutzbau Ja Für das Mosaik und die Malereien des Domus
Immer zugänglich Ja Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag, von 11.00 - 18.00 Uhr (Donnerstag bis 20.00 Uhr) geöffnet
Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung Nein  
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