Modell der Villa Wochengöttermosaik Pastoralmosaik

Samstag, 20.07.2002 - Urba, Waadt

Der Name Urba wird nur im Itinerarium Antonini (Reisebeschreibung des Antoninus) erwähnt. Da man bisher keine Stadt entdecken konnte, geht man davon aus, dass es sich um eine Raststation handelte. Hier verzweigte die Strasse von Lousonna nach Ariolica oder Aventicum.

Erste menschliche Spuren stammen aus dem ersten Drittel des 4. Jahrtausends v.Chr. Weitere Funde stammen aus der Bronzezeit. Aus der frühen Latènezeit (4. Jahrhundert v.Chr.) stammen Siedlungsreste.

Der erste römische Gebäudekomplex an dieser Stelle stammt aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Die Wohnräume waren hier um einen zentralen Hof angelegt. Ein Badegebäude ist ebenfalls bekannt.

Im letzten Viertel des 2. Jahrhunderts n.Chr. wurde an der gleichen Stelle eine neue Villa erstellt. Der Haupteingang befand sich im Westen.

Im Süden der Pars Urbana befanden sich die Räume von zwei Badeanlagen. Die Ostfront wurde über die ganze Gebäudelänge bis zum Nordende verlängert. Es befanden sich an beiden Enden der Ostmauer Eckristaliten. Die südöstlichen waren Teil der erwähnten Badeanlage.

Der Mitteilteil bestand aus zwei Höfen. Westlich, nördlich und südlich von diesen befanden sich verschiedene Räume (Triclinium, Cubiculum, Vestibulum und Culina).

Im Norden befand sich im Westen ein eigenständiger Bau mit diversen Räumen. Zwischen diesem und dem Eckrisaliten befand sich eine Brunnenanlage.

Im Südwesten des Komplexes befand sich ein weiteres Gebäude. Eventuell wohnte hier der Gutsverwalter.

Ausserhalb der Pars Rustica befand sich ein Mithraeum. Noch weiter westlich befand sich ein Gebäude, welches Bestandteil einer hydraulischen Anlage war. Der genaue Verwendungszweck ist nicht geklärt.

Am Ende des 3. Jahrhunderts wurde die Villa aufgegeben. Anfang des 4. Jahrhunderts wird ein Teil des Hauses wieder bewohnt und im 5. Jahrhundert endgültig aufgegeben.

Der Fundort ist vor allem wegen seiner Mosaiken bekannt, welche vor Ort in Schutzbauten konserviert wurden. Im Schutzbau eins befinden sich die Mosaiken eines Ticliniums, eines Vestibulums und eines zweiten Tricliniums. Diese weisen verschiedene Muster auf.

Im Schutzbau zwei befinden sich zwei Mosaiken von einem Cubiculum (Labyrinthmosaik) und Medaillons eines zerstörten Triton Mosaiks - aus einem Triclinium(?).

Im Schutzbau drei sind zwei Mosaiken von Räumen der Westmauer zu sehen. Ein Würfelmosaik und das sogenannte Pastoralmosaik. Dieses zeigt vermutlich Szenen zu den verschiedenen Monaten.

Im Schutzbau vier ist das Wochengöttermosaik ausgestellt. Dieses befand sich im Eingang zum Apodyterium.

Das 1993 entdeckte Mosaik mit Achill auf Skyros ist noch nicht zugänglich. Die Mosaiken können zu den folgenden Zeiten besichtigt werden:

  • Montag - Freitag: 9 - 12.00 Uhr / 13.30 - 17.00 Uhr
  • Samstag, Sonn- und Feiertage: 13.30 - 17.30 Uhr

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