Villa, Hauptgebäude

Samstag, 02.06.2001 - Genava, Genf

Der Vicus Genava ist aus einem Oppidum der Allobroger hervorgegangen. Er befand sich südöstlich des Mündungsgebiets der Arve in die Rhone.

Um 300 n.Chr. wurde der Vicus ummauert. Dazu wurden offensichtlich auch Spolien aus Iulia Equestris verwendet. Ab 350 n.Chr. wurde Genava Bischofssitz.

Östlich davon, unweit des Ufers des Genfersees, befand sich eine römische Villa. Reste davon sind heute im Parc la Grange zu sehen.

Der Bau wurde anstelle eines keltischen Gebäudes errichtet. Er stammt aus der Mitte des 1. Jahrhunderts n.Chr. Er wurde später nochmals erweitert und bis ins 4. Jahrhundert genutzt.

Die Ausgrabungen sind heute noch im Gang. Zu sehen sind die Räume des Hauptbaus, welche um das Atrium angeordnet waren. Der Peristyl befindet sich heute unter Bäumen. Das entdeckte Badegebäude ist ebenfalls nicht mehr zu sehen.

Vor Ort ist zwar eine Informationstafel aufgehängt. Da jedoch rechteckige Gruben in verschiedenen Abständen und Tiefen durch die Archäologen ausgehoben wurden, ist es sehr schwierig, sich zurecht zu finden. Zudem ist das ganze durch einen Zaun abgesperrt. Die Ausgrabungen waren bereits bei meinem letzten Besuch 1996 im Gang. Daher wird dies wohl noch etwas dauern. Es handelt sich um ein gutes Beispiel, wenn man sich selber etwas vorstellen will und weniges rekonstruiert wurde.

Im Musée Rath besteht noch bis zum 22.07.2001 eine Ausstellung über Ostia. Neben Modellen von Ostia, des Traianshafens und anderem sind auch viele Fundgegenstände ausgestellt. Es wird auf viele Themenbereiche (Religion, Riten, Schifffahrt, Forum, ...) eingegangen. Mittels eins PC-Progamms können verschiedene detaillierte Informationen über das Theater und anderes eingeholt werden. Ein Raum mit Mosaik, Wandgemälden und einer Ecke der Deckenbemalung wurde ebenfalls in voller Grösse rekonstruiert.

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